Nachrichten

Nachricht vom 20.07.10

Keine Probleme wie beim iPhone 4

Nokia und RIM wehren sich gegen Apples Vorwürfe

Apple-Chef Steve Jobs versuchte auf der letzten Pressekonferenz seines Unternehmens die bekannten Antennenprobleme des iPhone 4 zu banalisieren. Er behauptete, die Smartphone-Hersteller RIM (Blackberry) und Nokia hätten mit den gleichen Problemen zu kämpfen.

Der Marktführer Nokia, der als erster im Jahr 1998 ein Handy mit integrierter Antenne auf den Markt brachte, wandte sich daraufhin mit einer eigenen Meldung an die Presse: "Antennendesign ist ein komplexes Thema, das jedoch seit Jahrzehnten und hunderten von Handys zur eigenen Kernkompetenz gehöre". Nokia erforscht regelmäßig das Nutzerverhalten und die Gewohnheiten beim Surfen und Telefonieren. "Würde sich zeigen, dass sich Design und Funktionalität nicht vereinbaren lassen, ziehe man im Fall der Antenne deren Leistung dem Aussehen vor."

Die Chefetage von RIM schreibt zu dem Thema: "Apples Versuch, RIM mit in das selbstverursachte Debakel hineinzuziehen, ist nicht akzeptabel." Bei RIM entwickle man seit über 20 Jahren Handys mit effektiver und effizienter Empfangsleistung. Dabei habe man stets Wert darauf gelegt, das Risiko von abgebrochenen Anrufen minimieren, vor allem bei schlechter Netzabdeckung.

Auf Apples Versuch, die Nutzer durch Verschenken von Schutzhüllen zu beruhigen, antwortet der Blackberry-Chef persönlich: "Eins ist klar: RIM-Kunden brauchen keine Schutzhülle für ihre Blackberrys, damit der Empfang gut ist. Apple hat sich für ein bestimmtes Design entschieden, und Steve Jobs sollte für Fehler, die damit auftreten, selbst die Verantwortung übernehmen, und diese nicht auf andere Hersteller abwälzen."


Zurück zur Nachrichten-Übersicht